AFLE startet 2026 mit acht Teams und langfristigem Anspruch

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AFLE startet 2026 mit acht Teams und langfristigem Anspruch

Mit der Saison 2026 erhält der europäische Football eine neue internationale Liga. Die American Football League Europe (AFLE) wurde 2025 gegründet und versteht sich als professioneller Wettbewerb, der auf langfristige Stabilität, gemeinsame Entscheidungsprozesse und nachhaltiges Wachstum setzt.

Der Hauptsitz der Liga befindet sich in Hamburg. Die AFLE wird als Verband organisiert, dessen Mitglieder ausschliesslich die teilnehmenden Teams sind.

Acht Teams aus sechs Ländern

Zum Start umfasst die Liga acht Franchises aus verschiedenen europäischen Ländern:

  • Alpine Rams
  • Berlin Thunder
  • Firenze Red Lions
  • London Warriors
  • Panthers Wroclaw
  • Paris Lights
  • Rhein Fire
  • Vienna Vikings

Damit entsteht eine internationale Liga, die Fans und Teams über Ländergrenzen hinweg zusammenbringen soll.

Teams entscheiden gemeinsam

Ein zentrales Merkmal der AFLE ist ihre Governance Struktur. Sportliche, regulatorische und organisatorische Entscheidungen werden gemeinsam von den teilnehmenden Franchises getroffen.

Dafür setzt die Liga auf verschiedene Gremien, darunter ein Board of Governors, mehrere Arbeitsgruppen sowie ein Beratungsgremium. Die Teams erhalten zudem Kontroll und Einsichtsrechte in die Ligaarbeit und können bei Bedarf unabhängige externe Experten beiziehen.

Nach Angaben der Liga soll so sichergestellt werden, dass die Franchises langfristig die Kontrolle über die Entwicklung des Wettbewerbs behalten.

Investor trägt das finanzielle Risiko

Besonders hervor hebt die AFLE die Trennung zwischen sportlicher Organisation und Finanzierung.

Während die Liga selbst als Verband organisiert ist, erfolgt die Finanzierung über eine separate Gesellschaft. Die Beteiligung an dieser Gesellschaft ist für die Teams freiwillig und keine Voraussetzung für die Teilnahme am Spielbetrieb.

Für die ersten beiden Jahre sind garantierte Ausschüttungen von jeweils 325’000 Euro pro Team und Saison vorgesehen. Diese Zahlungen müssen laut Liga nicht zurückbezahlt werden und stellen keine Darlehen dar.

Insgesamt hat der Investor nach Angaben der AFLE ein Engagement von zwölf Millionen Euro zugesichert und trägt dabei das gesamte unternehmerische Risiko. Die Franchises müssen weder Sicherheiten hinterlegen noch finanzielle Verpflichtungen eingehen.

Langfristig sollen rund 75 Prozent der Ligaeinnahmen an die Teams ausgeschüttet werden. Ab der dritten Saison sind jedoch keine festen Garantiezahlungen mehr vorgesehen.

Klare Regeln für die Kader

Auch bei den Spielerkadern setzt die AFLE auf ein klar definiertes System.

Jedes Team darf maximal 65 Spieler unter Vertrag haben. Für den Spieltag können 48 Spieler sowie zusätzlich zwei Homegrown Spieler unter 21 Jahren aktiviert werden.

Die Liga unterscheidet dabei zwischen verschiedenen Spielerkategorien:

  • Homegrown Spieler (HG): Spieler aus dem jeweiligen Heimatmarkt des Teams, die dort ihre Football Ausbildung begonnen haben.
  • A Spieler: US Imports mit mindestens zwei Jahren Erfahrung im amerikanischen Football System. Pro Team sind maximal vier erlaubt.
  • I Spieler: Spieler aus Kanada, Mexiko oder Japan. Pro Team ist maximal ein Spieler zugelassen.
  • E Spieler: Spieler aus anderen Ländern ausserhalb der jeweiligen Homegrown Region. Pro Team sind bis zu neun Spieler erlaubt.

Mit dieser Struktur will die Liga internationale Qualität auf das Feld bringen und gleichzeitig die Entwicklung lokaler Talente fördern.

Langfristiger Aufbau statt kurzfristiger Effekt

Die AFLE beschreibt ihre Mission als den Aufbau einer vertrauenswürdigen Heimat für europäischen Football. Stabilität, Professionalität und gemeinschaftliche Verantwortung stehen dabei im Mittelpunkt.

Ob sich dieses Modell langfristig bewährt, wird sich erst in den kommenden Jahren zeigen. Mit acht namhaften Franchises, einem finanziellen Fundament und einem klar definierten Organisationsmodell startet die Liga jedoch mit ambitionierten Zielen in ihre erste Saison.

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