Calanda dominiert weiterhin – Zürich, Basel und Winterthur mit Niederlagen

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Calanda Broncos deklassieren Zurich Renegades

Die Zurich Renegades erleben in Chur eine der schwersten Niederlagen der Vereinsgeschichte. Mit 46:0 müssen sie sich den Calanda Broncos geschlagen geben. Und dann erst noch einem Calanda-Team, das auf vielen Positionen von Beginn an auf Backups gesetzt hat. So ist der nominelle französische Center schon gar nicht angereist, Severin Murk fehlte nach wie vor verletzt und auch Runningback Steffen Haenelt war nicht im Kader. Fast die komplette zweite Halbzeit setzte Geoff Buffum auf einigen Schlüsselpositionen auf seine Backups. So wurde beispielsweise Quarterback Conner Manning durch seinen amerikanischen Kollegen Max Gray ersetzt und es wurden Spielzüge ausprobiert, für welche es in normalen Partien kaum Platz gegeben hätte. Aber auch die Zürcher mussten auf Reservisten oder neue Spieler zurück greifen. Nachdem sich beide Schweizer Quarterbacks im Spiel in Winterthur vor zwei Wochen verletzt haben, wurde auf diese Woche ein neuer Spieler auf dieser wichtigen Position rekrutiert. Filippo Radice, der neue QB aus Italien, konnte mit dem Team nur wenige Trainings abhalten. Verständlich, dass die Abstimmung noch fehlte, auch wenn viele Pässe schlicht zu schwach geworfen wurden. Das Laufspiel der Zürcher zeigte jedoch einiges an Potenzial – aber leider nicht ausreichend um das Spiel offen halten zu können. Im Gegensatz zu den Warriors eine Woche zuvor schafften es die Renegades mehrfach die Broncos-Line zu durchbrechen und den Quarterback unter Druck zu bringen. Manning ging mehr als einmal zu Boden.

Sünderhauf zu schnell für Zürich

Einmal mehr aufgefallen ist Adrian Sünderhauf. Quarterback Conner Manning warf vier Touchdown-Pässe auf die Bündner #28. Die Renegades fanden kein Rezept um diese Luftangriffe abzuwehren. Bemerkenswert war auch der Touchdown durch Defensive Lineman Tiziano Castegnaro, der einen Fumble des Zürcher Ballträgers aufnehmen und in die Endzone tragen konnte. Max Gray verewigte sich mit einem 70-Yard-Punt-Return-Touchdown.

Bereits QB5 bei den Renegades

Wir konnten nach dem Spiel mit Renegades Präsident Olaf Kupschina sprechen. Er zeigt sich natürlich überhaupt nicht zufrieden mit dem Resultat. Man müsse aber bedenken, dass es sich bei dieser Renegades-Mannschaft um ein neues Team handelt, die meisten hätten erst das dritte NLA-Spiel überhaupt absolviert. Und er zeigt sich erfreut, dass es doch einige gab, welche ihren Kontrahenten im roten Dress Gegendruck geben konnten. Dies zeigte sich auch im Livestream. Auf der Position des Quarterbacks konnten die Zürcher von der Nachnominierungsregel Gebrauch machen und kurzfristig mit Filippo Radice einen 21jährigen Italiener als bereits QB5 verpflichten.

Calanda auf dem Durchmarsch

Calanda steht damit 3-0 an der Spitze der Tabelle. Zürich findet sich 0-3 am Ende der Rangliste wieder. Sicher mehr Gegenwehr wird Calanda am kommenden Sonntag im Spiel gegen die Bern Grizzlies erwarten. Und die Renegades müssen sich gegen die Winterthur Warriors auf das zweite Derby des Jahres vorbereiten.

 

Punkteflut in Bern

55:21 Schlussstand im Spiel zwischen den Bern Grizzlies und den Basel Gladiators. Ein Spiel im Dauerregen, das über 3 Stunden und 30 Minuten dauerte. Am Schluss hatten die Bern Grizzlies klar und deutlich die Nase vorn. Für Basel wird die Situation dadurch nicht wirklich gemütlicher – auch wenn sie offensichtlich nun erste Anpassungen an der von Coach Haas so arg kritisierten Spielweise vorgenommen haben. Die Highlights aus Berner Sicht zum Spiel gibts gleich hier.

Schwere Verluste der Warriors in Genf

Die Geneva Seahawks konnten ihr Heimspiel gegen die Winterthur Warriors mit 35:6 gewinnen. Dabei profitierten die Westschweizer von zahlreichen Ausfällen auf der Winterthurer Seite. Das Skore von 35:6 erscheint auf den ersten Blick als klare Sache. Die Genfer waren die gerechten Sieger, die Warriors standen sich aber mehrfach selber im Weg. Unnötige Strafen und schlechte Entscheidungen der Spieler verhinderten weitere Punkte. Die Winterthurer standen mehrfach nur wenige Meter vor der Endzone der Seahawks, schafften es aber nicht die Punkte zu verbuchen. Erschwerend kam hinzu, dass mehrere Spieler sowohl aus der Offense als auch aus der Defense verletzungsbedingt ausfielen und den Winterthurern über weite Strecken nicht zur Verfügung standen. Unter anderem der Offensive Lineman Paul Minzeni aber auch sein französischer Mitspieler Valentin Roesch. Genf erwartet am Wochenende die Basel Gladiators und die Warriors reisen nach Zürich zum nächsten Derby.

U19: 4 Spiele

Auch in der U19 Elite gab es einige Spiele. Die favorisierten Basel Gladiators mussten in Bern gegen die Grizzlies eine 13:20 Niederlage hinnehmen. Nach Auskünften aus dem Basler Team mussten beide Quarterbacks verletzt vom Feld. Die Calanda Junioren schlugen ihre Gegner aus Zürich relativ klar mit 30:7 und sind damit das einzige noch ungeschlagene Team im Feld. In Genf kam es zu einem Westschweizer Aufeinandertreffen der Seahawks gegen die Bienna Jets. Auch hier ging das Heimteam als Sieger vom Platz. Die Thun Tigers machten mit ihren Gästen aus St. Gallen kurzen Prozess: Tiger schlägt Bär mit 28:3.

 

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