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Die Alpine Rams: Fokus auf Vertrauen und Nachhaltigkeit

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Die Alpine Rams wurden überraschend als neue Schweizer Football-Franchise vorgestellt. Hinter dem Projekt stehen klare Strukturen, offenbar auch gesicherte Finanzen und ein langfristiger Aufbauplan. Standort soll die Region Biel werden, Tryouts sollen schweizweit stattfinden.

Alpine Rams: Neue Schweizer Franchise mit klarem Fokus auf Vertrauen und nachhaltigem Aufbau

Die Ankündigung der Alpine Rams sorgte am 9. November für viel Aufmerksamkeit. Das neue Schweizer Football-Projekt wurde unerwartet an einer Watchparty in Zürich vorgestellt. In einem ausführlichen Gespräch führte Manuel Aeberli das Interview mit Olly Masion, Joshua Fitzgerald und Kevin Brotz. Dabei wurden zentrale Punkte rund um Gründung, Strategie und zukünftige Ausrichtung erläutert.

Eigentumsverhältnisse und Abgrenzung zu den Mercenaries

Hinter dem Projekt steht Olly Masion mit seiner Olly Masion Hospitality Group. Er trägt das finanzielle Risiko und verfolgt das Ziel, eine stabile, transparente und professionelle Organisation aufzubauen. Hinweise auf den Exklusivanspruch der Mercenaries als ELF Franchise für die Schweiz weist Masion klar zurück. Je nachdem in welcher Liga die Teams antreten wollen, könnte dies noch zu Diskussionen führen.

Die Alpine Rams wollen nicht als Gegenprojekt zu den Mercenaries wahrgenommen werden, sondern bewusst ihren eigenen Weg gehen. Im Zentrum steht eine langfristig, nachhaltig und gut geführte Franchise mit klarer Kommunikation und einem starken Fokus auf das Fanerlebnis. Von der Erfahrung der Olly Masion Hospitality Group dürfte man insbesondere in Bezug auf Catering und Events profitieren können.

Ausrichtung, Teamaufbau, Rollenverteilung und Vernetzung

Joshua Fitzgerald ist aktuell General Manager. Je nach Verlauf der Rekrutierung könnte er zusätzlich die Rolle des Head Coach übernehmen. Er betont jedoch klar, dass er eine Doppelrolle als Head Coach und Offense Coordinator unbedingt vermeiden möchte. Ziel ist eine sportliche Struktur, die auf mehreren starken Schultern verteilt ist.

Fitzgerald ist gut vernetzt. Gemäss eigenen Aussagen stand er kurz auch in engem Austausch mit Geoff Buffum von den Calanda Broncos. Gemeinsam kam man jedoch zum Schluss, dass eine direkte Kooperation aufgrund der geografischen Distanz kaum sinnvoll wäre. Auf fachlicher Ebene würde man dennoch gerne eng zusammenarbeiten und voneinander profitieren. Das gilt auch für andere Schweizer Vereine.

In der Vergangenheit war Matt Hammer eine zentrale Figur in den Schweizer ELF-Organisationen. Auf die Frage, ob Hammer auch in dieser Franchise eine Rolle übernehmen würde, reagierte Fitzgerald mit einer deutlichen Wertschätzung für Hammer und seinen Einsatz für den Football in der Schweiz. Für Fitzgerald war Hammer im vergangenen Jahr ein wichtiger Ansprechpartner. Beide schätzen sich persönlich und fachlich sehr, und Hammer verfolgt klar das Ziel, den Football in der Schweiz weiterzuentwickeln. Ob und in welcher Form er bei den Rams eingebunden wird, wollte Fitzgerald jedoch nicht beantworten.

Transparenz und Zusammenarbeit statt Misstrauen

Den Verantwortlichen ist bewusst, dass in der Schweizer Football-Community ein tiefes Misstrauen herrscht. Zu oft wurden in der Vergangenheit Versprechen gemacht, die nicht eingehalten wurden. Fitzgerald betont, dass dies bei den Rams anders sein soll. Offene Kommunikation, aktiver Austausch mit Vereinen und konsequentes Einhalten von Zusagen sind zentrale Elemente ihrer Philosophie. Den Beweis wird man natürlich erbringen müssen.

Finanzen, Standort und operative Planung

In der Vergangenheit wollte sich kaum jemand öffentlich zu den für einen Spielbetrieb notwendigen finanziellen Mitteln äussern. Olly Masion und Joshua Fitzgerald gehen hier anders vor. Beide weisen darauf hin, dass in der Gründungssaison hohe Initialkosten eingeplant wurden. Schliesslich muss vom Ball bis zur Spieluniform alles neu angeschafft werden. Das Budget liegt laut Verantwortlichen zwischen 1.2 und 2 Millionen Franken pro Saison und ist gesichert. Pünktliche und verlässliche Lohnzahlungen betrachten sie als Grundvoraussetzung für eine professionelle Kultur und den Aufbau von Vertrauen.

Standort in der Region Biel – schweizweite Tryouts

Die Alpine Rams werden ihren Standort in der Region Biel einnehmen. Der Name des Stadions und weitere Details können derzeit noch nicht kommuniziert werden. Die Verantwortlichen sehen die Region jedoch als strategisch ideal an, da sie zentral gelegen und für Talente aus der ganzen Schweiz gut erreichbar ist.

Geplant sind schweizweite Tryouts. Fitzgerald möchte sowohl neue Talente als auch erfahrene Spieler evaluieren und gleichzeitig vermehrt Schweizer Coaches einbinden und weiterentwickeln. Sein US-Netzwerk soll helfen, qualitativ starke Imports zu verpflichten, ohne dabei die Schweizer Basis zu vernachlässigen. Die Rams wollen offen auftreten, bei Spielen anderer Teams präsent sein und den Dialog mit den Vereinen noch aktiver suchen als andere Organisationen in der Vergangenheit. Coaches Clinics und Wissensaustausch sollen dazu beitragen, Vertrauen aufzubauen und das Schweizer Football-Ökosystem nachhaltig zu stärken.

Die Alpine Rams treten gemäss eigenen Aussagen mit klaren Zielen, einer transparenten Ausrichtung und einer finanziell stabilen Basis an. Das Franchise will nicht nur ein konkurrenzfähiges Team aufbauen, sondern den gesamten Schweizer Football stärken. Mit einem Standort in der Region Biel, klarer sportlicher Struktur, einem guten Netzwerk und dem Anspruch auf nachhaltige Entwicklung soll eine Organisation entstehen, die langfristig Bestand hat.

 

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