Langenthal Invaders lassen Spartans keine Chance

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Von „Angelo“ – Saisonauftakt in Liga C und gleich mit einem Spitzenkampf auf dem Papier, denn beide Teams gelten als Favoriten auf einen Playoffplatz am Ende der Saison. Im Stadion Hard war man gewapnet um das erste Heimspiel im Leichtathletikstadion durchzuführen und die Invadrettes, die Cheerleader Truppe der Invaders heizten den zahlreichen Zuschauern vor dem Spiel ein.

Beide Teams konnten aus den Vollen schöpfen, jedenfalls waren beide Sidelines gut gefüllt mit Spielern der jeweiligen Mannschaften. Die Invaders erhielten den Ball zuerst und spielten auf der Quarterback Position überraschend nicht mit Riekeles sondern mit Nicola Locher, einem Eigengewächs der Langenthaler. Der erste Drive war allerdings wenig von Erfolg gekrönt und die Invaders mussten kurz darauf bereits  punten. Die Spartans machten es ihrerseits nicht viel besser und mussten den Ball ebenfalls punten, man merket bereits früh das man Probleme bei den Snaps hat.

Der Ball kam wieder zu den Oberaargauern und dieses mal funktionierte das ganze direkt besser. Nicola Locher behielt den Ball beim First Down selbst und lief für 69 Yards in die Endzone der Spartans und damit zur Führung für die Invaders. Der Extrapunkt klappte ebenfalls und das Heimteam ging mit 7:0 in Führung.

Es wurde für die Langenthaler sogar noch besser als kurz darauf ein Snap beim Fourth Down deutlich missglückte und über den Punter gesnappt wurde, der den Ball zwar unter Kontrolle bringen konnte und den Ball sicherte. Das Problem dabei war allerdings, dass die Invaders den Ball an denkbar guter Position erhielten und an der Spartans fünf Yard Linie vier Downs bekamen. Geschenke nimmt man bekanntlich an und der Runningback holte sich mit einem drei Yards Lauf den zweiten Touchdown des Spiels. Dieses mal misslang der Extrapunkt, da auch der Center der Langenthaler den Ball zu hoch snappte. Dennoch schaffte es der Punter den Ball unter Kontrolle zu bringen und einen Passversuch in die Endzone zu werfen. Der Receiver war mit den Händen zwar dran, konnte den Ball aber nicht fangen. Mit 13:0 beendeten die Invaders das erste Viertel.

Spartans rotieren auf der Quarterback Position

Bei den Spartans tat sich auf der Quarterback Position etwas, die beiden Spielmacher Andri Zeiter und Sandro Schlumpf teilten sich ab dem zweiten Quarter die Snaps. Zeiter gefiel dabei vor allem durch gute Würfe die man ab dem zweiten Viertel vermehrt zu sehen bekam. Die Invaders beschenkten in diesem die Gäste zurück und mussten innerhalb eines Plays gleich zwei 15 Yards Strafen hinnehmen, eine durch unsportsmanlike conduct und eine weitere wegen Reklamierens vom neuen Invaders Headcoach Oppermann. Viel schaute nicht heraus dabei, denn Invaders Cornerback Dominik Meier konnte einen Ball nahe der eigenen Endzone abfangen und somit wieder die eigene Offense aufs Feld bringen.

Schlechte Snaps spielen dem Gegner in die Hände

Die Spartans waren weiterhin vorbildliche Gäste und beschenkten die Invaders erneut mit einer guten Field Position, als bei einem Puntversuch, dem wieder mit einem schlechter Snap voranging, das Knie bei Ballannahme auf dem Boden war und damit das Play dort beendet wurde. Die Invaders durften dieses mal von der sieben Yard Linie der Spartans starten. Auch dieses Geschenk konnten die Invaders durch einen sieben Yard Lauf von Alexander Riekeles verwerten und gingen mit 19:0 in Führung. Riekeles der wie erwähnt nicht Quarterback spielte war als Runningback und Tight End im Einsatz und konnte durch diesen Dual-Skill von Opperman in verschiedenen Plays eingesetzt werden.

Die Invaders hätten sogar noch höher in Führung gehen können. Der Free Safety der Spartans mit der Nummer 33 verhinderte kurz vor der Pause mit einer schönen Pass Deflection aber den dritten Touchdown des Spiels. Und so gingen die beiden Teams mit 19:0 in die Halbzeit.

Guter Start in die zweite Halbzeit

Im dritten Quarter sah es zuerst danach aus als würden die Spartans das richtige Gegenmittel gefunden haben. Man setze nun vermehrt auf das Kurzpassspiel und würzte das ganze mit dem einen oder anderen tieferen Passversuch. Die ersten drei Pässe im Quarter gelangten alle an den Mann, nur Punkte schauten auch im ersten Drive der zweiten Halbzeit keine heraus. Insgesamt neutralisierten sich beide Teams relativ gut und das Spiel entwickelte sich nach und nach auf Augenhöhe. Quarterback Locher zeigte sowohl als Passer als auch als Runner gute Plays und krönte seine Leistung kurz vor dem Viertelende mit einem sehr schönen und gut platzierten 31 Yard Pass auf Noah Jost, welcher den Weg frei in die Endzone fand. Die Führung nun für die Invaders, 26:0. Das Angesprochene Duo hatte insgesamt eine gute Chemie und Jost hatte zuvor bereits einige schöne Catches mit Raumgewinnen und war der beste Receiver der Invaders.

Regen vermieste das vierte Viertel

Im letzten Viertel fand dann der Regen Einzug in Langenthal und das Spiel wurde zunehmend schwieriger für die beiden Teams, die sich nun vorwiegend auf Laufspielzüge konzentrierten. Locher konnte zu Beginn des Quarters erneut seine Laufstärke unter Beweis stellen und lief für 18 Yards in die Endzone zum 32:0. Da auch die 2-Point Conversion klappte führten die Invaders sogar 34:0 und für Locher war der Arbeitstag ab da zu Ende. Er wurde ausgewechselt. Wer nun denkt das die Spartans diesen Wegfall ausnutzen konnte täuschte sich, denn die Snaps die heute ein riesen Problem waren wurden durch den eingesetzten Regen nicht besser und man schenkte den Invaders erneut eine gute Feldposition bei einem Puntversuch der wieder über den Punter gesnappt wurde. Die Invaders starteten von der 15 Yard Line nun mit Matthias Stocker der kurz darauf mit einem 10 Yard Run die Endzone fand und auf 41:0 erhöhen konnte.

Langenthaler sehr selbstbewusst

Die Langenthaler nun noch selbstbewusster, versuchten einen Onside Kick der aber nicht gelang. Passiert ist dennoch nicht viel, denn kurz darauf verloren die Spartans den Ball wieder und der Fumble wurde von den Langenthaler recovered. Dieses mal nutze man die Chance nicht und musste den Spartans den Ball wieder überlassen. Und die beschenkten die Invaders zum vierten mal durch einen schlechten Snap beim Puntversuch mit einer guten Position. Die Invaders konnten erneut an der 15 Yard Linie der Spartans den Drive beginnen, schafften es am Ende aber nicht weitere Punkte aufs Board zu bringen und so endete ein einseitiges Spiel mit 41:0.

Angelos Fazit:

Die Langenthaler haben sich was Gamedaygestaltung anbelangt gesteigert. Das Stadion war gut gefüllt und es war genug und vielseitig für Essen und Trinken gesorgt. Die Cheerleader machten einen guten Job und die Halbzeitshow war ordentlich. Es lohnt sich auf jeden Fall mal in Langenthal vorbei zu schauen.

Zu den beiden Teams gibt es nicht viel zu sagen. Langenthal hat mit Nicola Locher einen guten Spielmacher für die Quarterback Position in den eigenen Reihen den man aufbauen will und das bereits gut geschafft hat. Auch wenn es statistisch gesehen nur acht seine 26 Pässe an den Mann gebracht hat und dabei einige Flatterbälle dabei war, gerade der Touchdownpass auf Jost war lehrbuchmässig und darauf kann er definitiv aufbauen. Dazu blieb er ohne Turnover und warf einen Touchdown und konnte einen weiteren erlaufen.

In der Defense zeigten vor allem der Passrush mit Fabian Lagoa, Pascal Gabi und Dominic a Porta eine starke Leistung. Dazu war Linebacker und Publikumsliebling Alain Schneeberger ein sicherer Rückhalt.

Die Spartans waren sicher nicht auf Augenhöhe, allerdings war das Spiel nicht so deutlich wie es der Spielstand am Ende vermuten lässt. Alleine drei Touchdowns kamen aus den schlechten Snaps beim Punt zustande. Falls man diese Snaps in den Griff bekommt muss man mit den Spartans rechnen, die zwar vermehrt auf den Lauf gesetzt haben aber immerhin 16 Passversuche in ihren Spielplan einbauten. Ich denke das Andri Zeiter die Antwort auf der Quarterback Position sein sollte. Dazu hat man mit der Nummer 33 einen Free Safety, der zwar absolut undersized ist aber mit seiner Spielweise vieles wett machen kann.

Die Invaders haben das erste Ausrufezeichen der Saison gesetzt und damit auch gezeigt, dass man bereits im zweiten Jahr in der Liga ganz Oben mitspielen kann.

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