Reichen die Lockerungen für NLA Football?

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Letzte Woche konnte der Bundesrat anlässlich einer Pressekonferenz viele Sportler positiv überraschen. Mit der geplanten Anhebung der Personen-Limite von 15 auf 30 Personen wären nun in vielen Sportarten Trainings nahezu ohne Einschränkungen möglich. Speziell für den Fussball-Sport hat man die Limite für Wettkämpfe auf regionaler und nationaler Ebene sogar auf 50 Personen angehoben, schliesslich sind bei zwei Teams mit Auswechselspielern, Betreuern und Schiedsrichtern gegen 50 Personen auf oder am Spielfeld - in gewisser Weise also eine "Lex Fussball".

50 Personen oder die „Lex Fussball“

Letzte Woche konnte der Bundesrat anlässlich einer Pressekonferenz viele Sportler positiv überraschen. Mit der geplanten Anhebung der Personen-Limite von 15 auf 30 Personen wären nun in vielen Sportarten Trainings nahezu ohne Einschränkungen möglich. Speziell für den Fussball-Sport hat man die Limite für Wettkämpfe auf regionaler und nationaler Ebene sogar auf 50 Personen angehoben, schliesslich sind bei zwei Teams mit Auswechselspielern, Betreuern und Schiedsrichtern gegen 50 Personen auf oder am Spielfeld – in gewisser Weise also eine „Lex Fussball“.

Das reicht nicht für Football…

Wenn es bei dieser Zahl bleibt, wird man im Juni keine NLA American Football Spiele zu sehen bekommen. Es braucht keinen Taschenrechner um zu erkennen, dass die 50er-Limite für American Football zu tief angesetzt ist und eine Durchführung von NLA-Spielen verunmöglicht würde. Wohlgemerkt: Diese Einschränkung würde nur für NLA-Spiele gelten, die U19-Juniorenliga ist wie die Nachwuchskategorien anderer Disziplinen bereits freigegeben und es dürften neu sogar Zuschauer auf den Rängen erlaubt sein. NLA Football fällt aber durch die Maschen.

Ist damit die Saison verloren?

Nein, denn nicht nur American Football ist von dieser Einschränkung betroffen sondern auch zahlreiche andere Sportarten werden nicht nur eingeschränkt sondern sogar verunmöglicht. Beispielsweise auch der Schweizer Nationalsport Schwingen. Im Sportpanorama vom 16. Mai 2021 wurde Swiss Olympic Präsident Jürg Stahl zur Situation befragt:

„Bei 30 oder 50 (Teilnehmern, Anm. d. Red.) gibt es bereits wieder einen Anteil (der Vereine, Anm. d. Red.) der abwägt und sagt „wir machens nicht“. Unser Bestreben bei Swiss Olympic ist es, dass wir die Leute bewegen, vielleicht auch in einer ersten Phase bevor Zuschauer dabei sind, weil Bewegung das ist, was uns stark machen lässt auf dem Weg aus dieser Krise hinaus. Und deshalb sehen wir mit der Zahl 100 (Zuschauer) kein Risiko, dass die Ansteckungsgefahr steigt aber wir sehen eine höhere Flexibilität damit möglichst viele Sportarten in den Wettkampfsport zurückkehren können.“ Zum Video

Jürg Stahl - Präsident Swiss Olympic Jürg Stahl – Präsident Swiss Olympic – Bild Screenshot SRF Sportpanorama 16.5.2021

Zwei vielversprechende Varianten

Folglich gibt es zwei mögliche Lösungen um auch American Football im Juni möglich zu machen:

  1. Erhöhung der 50er-Grenze auf 100 bis 120 Personen
  2. Einstufung der Nationalliga A als semiprofessionelle Liga

Es wäre wünschenswert, wenn die Expertengruppe um Swiss Olympic, BAG usw. auf ihren Entscheid vom April zurückkommen würde und der NLA auch die Semi-Pro Einstufung verleihen würde. Im April wurde die Zurückhaltung mit der damals geltenden epidemiologischen Situation begründet. Heute, rund sechs Wochen später, zeigt sich aber offensichtlich ein anderes Bild.

Wenn Fussball bis in die untersten Ligen erlaubt sein soll, dann scheint die epidemiologische Lage im Sport kaum mehr eine erhebliche Rolle zu spielen. Über 200’000 Fussballerinnen und Fussballer aus weit über 1000 Vereinen im Amateurbereich bis zur 5. Liga sollen den Spielbetrieb wieder aufnehmen können. Gleichzeitig bliebe beim aktuellen Vorschlag die vom nationalen Verband als semiprofessionelle eingestufte American Football Nationalliga A mit den Spitzenteams der Schweiz weiterhin vom Betrieb ausgeschlossen. Die damit verbundenen wirtschaftlichen Konsequenzen für die angestellten Spieler und Trainer der Vereine, wie auch für die Organisationen selber, könnten bei einem weiteren Ausfall der Meisterschaft nachhaltige Schäden insbesondere im Nachwuchsbereich hinterlassen. Deshalb ist es wichtig, dass die Kantone den Empfehlungen von Swiss Olympic folgen. Der Schweizerische American Football Verband wird sich deshalb heute an die Kantone wenden und auf diese Umstände aufmerksam machen. 

Medienmitteilung SAFV vom 17.05.2021

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