Startniederlage der Bienna Jets

bienna vs lions

Nach zwei Jahren Not-Betrieb im Schweizer American Football, starteten die Bienna Jets am Sonntag in die Meisterschaft 2022 gegen die Luzern Lions. Nach einem fulminanten Beginn im ersten Drive der Jets, welcher durch Strafen gleich selbst gestoppt wurde, mussten die Jets den Ball bereist früh wieder abgeben. In der Anfangsphase des Spiels erzeugten beide Teams viel Druck, welche die Lions mit einem langen Pass zur 6:0 Führung als erste nutzen konnten. Der Bieler Angriff, welcher erstmals mit dem von der U19 aufgestiegen QB Mathieu Faugére agierte, bekundete noch etwas Mühe mit der Feinabstimmung der Passrouten, was dann auch prompt zum ersten Pick six für die Luzerner zur Folge hatte zur 13:00 Führung.

Ab dem zweiten Quarter stabilisierte sich das Bieler Spiel und erzielten durch den RB Rookie Ryan Borgeaud einen kraftvollen Lauf über 50 Yards zum ersten TD der Saison, 13:6 Anschluss. Das Spiel glich sich nun zunehmend aus und beide Teams hatten Mühe ihr Passspiel zu etablieren, so dass die Raumgewinne hauptsächlich mit Läufen erzielt wurden. Kurz vor der Halbzeit konnten die Bieler Verteidigung die Lions vor der eigenen Endzone festsetzen und provozierten eine Interception durch Gilles Sommer, welche diese in die Endzone tragen konnte und nach erfolgreichem Extra-Kick, verabschiedeten sich beide Teams mit 13:13 in die Pause.

Der dritte Quarter bleib eine ausgeglichene Partie, in welchen die Lions durch geschickte Rotation ihrer Laufspieler die Jets jeweils lange auf dem Feld halten konnte, aber ohne noch mal entscheidend in die Nähe der Bieler Endzone zu gelangen. Auf Bieler Seite, versuchte man mit dem Passspiel eine zweite Dimension ins Spiel zu bringen, was daran scheiterte, dass die Abstimmung zwischen QB und Passempfänger nicht die Genauigkeit hatte, welche man sich wünschte und etliche Bälle nicht ihr Ziel fanden.

Der letzte Quarter verlief zunächst analog zum dritten, ehe ein etwas zu kurz erfolgter Punt vor den Füssen der Lions landete, ohne dass die Jets den Spieler entscheidend angegriffen hätten. Dieser nutze die Chance und lief in die Endzone zur 19:13 Führung plus Extrapoint. Mit dem Rückstand vermehrten sich die individuellen Fehler und vor allem die Strafenanfälligkeit, welche einerseits den Lions einfache Raumgewinne in Richtung Endzone der Jets verschaffte und andererseits der Bieler Angriff ihre erzielte Raumgewinne gleich wieder verloren geben musste. So konnten die Lions die Jets erneut mit einem kurzen Lauf vor der Endzone übertölpeln und die Führung auf 26:13 ausbauen. Mit wenig Zeit auf der Uhr versuchten die Jets nun noch mal alles mit langen Pässen die Lions abzufangen, aber an diesem Tag sollte das Passspiel nicht seine Wirkung zeigen und an Stelle von wenigen Yards und First Downs, straften sich die Jets noch mal selber mit einem Monsterraumverlust, was die Lions zum finalen Touchdown und Endstand von 33:13 verbuchen konnten.

Die Niederlage hat aufgezeigt, dass die Jets trotz Verjüngung mit etablierten Teams mithalten können. Werden die individuellen Fehler abgestellt und die Strafen reduziert, sind solche Niederlagen wie am Sonntag nicht mehr notwendig. Aber es ist auch ersichtlich geworden, dass weiter an der Abstimmung gearbeitet werden muss, damit der Gegner nicht nur das Laufspiel kontrollieren muss. Die nächste Bewährungsprobe der Jets findet am Ostermontag 14h auf dem heimischen Mettmoos gegen die Argovia Pirates statt.

Luzern Lions vs Bienna Jets 33:13 (13:0 / 0:13 / 0:0 / 20:00)

Quelle: Bienna Jets

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