Winterthur Warriors und Zurich State Spartans vereinbaren strategische Kooperation
Die Winterthur Warriors und die Zurich State Spartans gehen künftig gemeinsame Wege. Die beiden American-Football-Organisationen haben eine Kooperation unterzeichnet, die sportliche, strukturelle und organisatorische Bereiche umfasst und jährlich erneuert werden kann. Ziel ist es, Synergien zu nutzen, Ressourcen effizienter einzusetzen und die Qualität im Tackle Football nachhaltig zu verbessern.
Die beiden Vereine unterstreichen: Die Spartans werden kein Farmteam der Warriors und bleiben jederzeit unabhängig. Es handelt sich ausdrücklich um eine partnerschaftliche Zusammenarbeit auf Augenhöhe, bei der beide Vereine voneinander profitieren und gemeinsam in die Zukunft investieren.
Fokus Nachwuchs und Durchlässigkeit im Tackle Football
Ein zentraler Bestandteil der Kooperation betrifft den Nachwuchsbereich, insbesondere die U19-Spieler der Warriors. Ausgewählten Talenten soll die Möglichkeit gegeben werden, eine Saison in der National League C zu absolvieren, die neu im Herbst ausgetragen wird. Die Spieler verbleiben dabei formell bei den Warriors und werden via Dual-Lizenz ausgeliehen.
Konkret ist vorgesehen, dass bis zu sechs U19-Spieler regelmässig mittrainieren und sich während einer Saison auf National-League-C-Niveau präsentieren können. Ziel ist es, frühzeitig Spielpraxis auf höherem Level zu sammeln und den Übergang ins First Team der Warriors gezielt vorzubereiten.
Umgekehrt werden auch Spieler der Spartans regelmässig bei den Warriors mittrainieren. Mindestens zwei Athleten der Spartans sollen dabei die Möglichkeit erhalten, NLA-Luft zu schnuppern und Erfahrungen auf höchstem nationalem Niveau zu sammeln.
Gemeinsame Trainings und infrastrukturelle Entlastung
Die Kooperation ermöglicht künftig auch gemeinsame oder gemischte Trainings. Damit können Ausfälle besser kompensiert und die Trainingsqualität konstant hochgehalten werden. Die Spartans verfügen über sehr gute Trainingsmöglichkeiten in Dübendorf über das ganze Jahr hinweg und stellen den Warriors bei Bedarf ihre Infrastruktur zur Verfügung.
Bereits konkret geholfen haben die Spartans bei einem Flag-Gameday, der ursprünglich auf dem Deutweg geplant war und von der Stadt kurzfristig abgesagt wurde. Dank der Zusammenarbeit konnte der Spieltag nach Dübendorf verlegt und durchgeführt werden.
Unterstützung an Heimspielen und starkes Gameday-Erlebnis
Auch an den Heimspielen der Warriors auf der Schützenwiese wird die Kooperation sichtbar. Die Spartans unterstützen aktiv an den Spieltagen, was den Verein organisatorisch entlastet und die Qualität des gesamten Gameday-Erlebnisses steigert. Davon profitieren Spieler, Staff, Helfer und nicht zuletzt auch die Zuschauer.
Austausch im Coaching-Bereich
Ein weiterer wichtiger Pfeiler der Zusammenarbeit ist der Coaching-Bereich. Die Trainerstäbe beider Vereine werden enger zusammenarbeiten, sich gegenseitig unterstützen und Know-how austauschen. Geplant sind punktuelle gemeinsame Trainings, Workshops und ein regelmässiger fachlicher Austausch.
Ziel ist es, nicht nur die Spieler, sondern auch die Coaches nachhaltig weiterzuentwickeln. Aktuell haben die Spartans keine eigene Jugend- oder Flag Abteilung. Spieler, die zu jung sind oder Interesse an Flag Football haben, werden gezielt an die Warriors weitergeleitet.
Mehr Reichweite im Sponsoring
Auch im Bereich Sponsoring eröffnet die Kooperation neue Möglichkeiten. Durch den gemeinsamen Auftritt, grössere Reichweite und mehr Masse kann bestehenden wie neuen Partnern mehr Sichtbarkeit geboten werden. Beide Vereine erhoffen sich dadurch zusätzliche Impulse und eine stärkere Position im Markt.
Ein sinnvoller Schritt für den Schweizer Football
Dieser lose Zusammenschluss ist aus Sicht vieler Beobachter die einzig richtige Entscheidung im Sinne des American Football in der Schweiz. Die Anzahl aktiver Tackle-Spieler ist begrenzt, insbesondere im Nachwuchsbereich. Umso wichtiger ist es, dass Organisationen Verantwortung übernehmen, sich sinnvoll organisieren und gemeinsam an Qualität und Angebot arbeiten.
Auf Verbandsebene hätte man bereits vor Jahren mit klaren Minimalanforderungen auf die Gründung neuer Tackle-Vereine reagieren können. Umso positiver ist es, dass mit dieser Kooperation ein pragmatischer und zukunftsorientierter Weg eingeschlagen wird. Die Warriors und die Spartans setzen ein starkes Zeichen für Zusammenarbeit statt Konkurrenzdenken. Ein Modell, das beiden Organisationen helfen wird, sich sportlich und strukturell weiterzuentwickeln.



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