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Woche 7: Gelingt Bern der grosse Coup

Topspiel der Woche: Bern Grizzlies gegen die Calanda Broncos

Am Sonntag kommt es zum mit Spannung erwarteten Topspiel: Die Bern Grizzlies treffen auf die Calanda Broncos. Die beiden Teams sind in diesem Jahr noch ungeschlagen. Bern konnte sich zweimal gegen Basel durchsetzen, im ersten Spiel zwar nur knapp dafür umso deutlicher im zweiten Spiel. Calanda hat erst 6 Gegenpunkte im Spiel gegen die Winterthur Warriors kassiert, die Seahawks und die Renegades aber klar in die Schranken verweisen können. Die Broncos führen die Tabelle vor den Grizzlies an. Dahinter folgen die Seahawks und die Warriors. Basel steht auf Platz 5 und abgeschlagen mit drei Niederlagen finden sich die Zürich Renegades auf dem letzten Platz wieder. 

Wie stark sind die Grizzlies und wie stark sind die Broncos?

Die Broncos konnte man bereits in vier Partien in diesem Jahr sehen: Gegen Schwäbisch Hall spielten sie eine sehr starke erste Halbzeit, brachen dann aber ein und kassierten in der Folge eine Niederlage. In den anderen drei Spielen überzeugten die Bündner aber durchs Band. Gegen Genf spielten sie immerhin gegen den Vizemeister 2019. In Winterthur kamen sie nicht in Bedrängnis und im Spiel gegen Zürich setzten sie schon früh auf Ersatzleute sonst wäre das Skore in die Höhe getrieben worden.

Von den Grizzlies erfuhr man während der Offseason nichts, nada, niente. Ausser die Verpflichtung von Clark Evans kommunizierten die Berner so ziemlich gar nicht. Irgendwann wurde ein Roster aufgeschaltet. Neben den dort gezeigten Spielern scheinen weitere hinzugekommen zu sein. Anhand des offiziellen Matchblattes vom Spiel gegen Basel konnte man einige Spieler aus der Westschweiz und Frankreich wiederfinden. Gleicht man die Namen der Spieler mit deren Hudl-Accounts ab, so fällt auf, dass über ein Dutzend Spieler in anderen Teams in der Schweiz und Frankreich aktiv war.

Sieben Touchdowns im Rückspiel gegen Basel sind eine klare Ansage – ob die beiden Siege gegen die Basler aber wirklich repräsentativ für die Stärke der Grizzlies sind, wird sich erst am Sonntag zeigen.

Stunde der Wahrheit für die Basel Gladiators

Auch am Sonntag findet die Partie Geneva Seahawks gegen die Basel Gladiators statt. Die Seahawks weisen einen 1-1 Record auf. Wie bereits erwähnt konnten sie die Warriors schlagen, in Chur wurden sie aber krass deklassiert. Basel musste zweimal gegen Bern „unten durch“ und konnte sich mit Mühe in Zürich schadlos halten. Wenn die Grizzlies tatsächlich so stark sind wie sie momentan eingestuft werden, dann sind die zwei Niederlagen der Basler entsprechend zu gewichten und abzuschreiben. Dies wiederum bedeutet, dass man nun gegen Genf gewinnen muss und dies ebenso in den Partien gegen Winterthur und Zürich später in der Saison wiederholen muss. In der aktuellen Verfassung dürfte gegen Chur nicht viel zu holen sein. Weil in der laufenden Saison zwei Spieltage ersatzlos gestrichen wurden, spielen die Gladiators gegen Genf und Winterthur nur einmal. Genf muss dafür nur einmal gegen Bern spielen. Dieser Sonderfaktor könnte in diesem Jahr in den Tabellenklassierungen durchaus eine Rolle spielen. Denn bei Punktgleichheit ist die Direktbegegnung entscheidend. Somit darf sich Basel gegen Genf eigentlich keinen Ausrutscher erlauben, gleiches gilt später gegen Winterthur.

Schlacht um den Kanton Zürich

Das dritte Spiel am Sonntag bringt die beiden Zürcher Teams aufs Schlachtfeld. Die Zurich Renegades müssen nach drei Niederlagen endlich zu punkten kommen. Verlieren sie auch das Rückspiel gegen die Warriors kann man mit dem Aushub der Grube für die Playoff-Hoffnungen beginnen. Oder doch nicht? Genau: Das Restprogramm der Renegades ist im Vergleich zu den direkten Kantonsrivalen leichter: die beiden Top-Teams Broncos und Grizzlies stehen nur einmal auf dem Programm. Die Warriors müssen aber noch zweimal gegen die Berner ran und stehen in einer Woche den Seahawks gegenüber. 

Für die Warriors gilt wie für die Gladiators: Man muss auswärts gewinnen um die Chancen auf einen guten Tabellenplatz wahren zu können. Ob die verletzungsbedingt ausgefallenen Imports der Warriors am Sonntag wieder einsatzbereit sein werden, ist nicht klar. Auf Zürcher Seite dürfte der Stamm-Quarterback weiterhin fehlen und man musste mit dem italienischen Quarterback bereits von einer Ausnahmebewilligung für Nachnominierungen Gebrauch machen.

Im Hinspiel liessen die Warriors den Zurich Renegades keine Chance. Das Spiel ging mit 32:0 an die Winterthurer. Angesichts der herrschenden Rivalität ist davon auszugehen, dass die Renegades auf eigenem Platz mehr Gegenwehr leisten werden. Im Spiel gegen die Broncos konnten sie jedenfalls einige Male auch die schwere Offensive Line der Bündner durchbrechen. Die Winterthurer Coaches dürften gewarnt sein.

Die Stats gemäss @gridironswitzerland

U19: Alles offen

Im Berner Duell zwischen Biel und Thun dürften die Thuner leichte Vorteile auf ihrer Seite haben. Die Jets konnten mit einem Spiel weniger als die Thuner fast gleich viele Punkte erzielen – die Defense der Jets ist aber sehr verwundbar und liess bereits 70 Punkte mehr zu als die Thuner Verteidigung. Dieses Spiel findet bereits am Samstag statt. Am Sonntag treffen in Bern die Grizzlies U19 und die Calanda U19 aufeinander. Die Broncos sind Tabellenleader, haben in 3 Spielen 93 Punkte erzielt und nur 47 kassiert. Bern hat in vier Spielen 126 für sich verbuchen und 119 hinnehmen müssen. Eigentlich müssten die Broncos auch dieses Spiel gewinnen können. Ausgeglichener dürfte es in Genf beim Spiel Seahawks gegen Basel werden: Beide Teams konnten zwei Siege und eine Niederlage verbuchen, die Genfer liegen aufgrund der besseren Punktebilanz auf Platz drei unmittelbar vor den Gladiators. Das vierte Spiel des Tages wird das Derby zwischen Zürich und Winterthur sein. Winterthur ist bislang hinter den Erwartungen geblieben – gut möglich, dass sie in diesem Kantonsduell motiviert sein werden um das Spiel möglichst lange offen zu halten. Die Renegades sind nicht unverwundbar, sie mussten in vier Spielen 67 Punkte hinnehmen – die Warriors nur deren 47. Aber die Zürcher haben 50 Punkte mehr als die Winterthurer. Es bleibt alles offen, denn der Spielplan und der Modus sind so gestaltet, dass die Saison lange spannend bleiben wird.

 

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