Claudio Spescha übernimmt

Am 30. November wurden die Weichen für eine Neuausrichtung des SAFV gestellt. Durch die zahlreichen Rücktritte im Verband wurde die Wahl einer neuen Geschäftsleitung bzw. des Vorstands notwendig. Insbesondere die Besetzung des Präsidentenpostens wurde mit Spannung erwartet. Bereits vor Wochen hatte sich abgezeichnet, dass mit Claudio Spescha, ein ernstzunehmender Kandidat an den Start gehen würde. Als Geschäftsführer der Luzern Lions, Alumni der Zurich Renegades, ehemaliger Spieler der Nationalmannschaft und Mitinhaber der SNAP-SHOP Gmbh ist Spescha bestens vernetzt in der American Football Szene in der Schweiz und kennt die Herausforderungen der Clubs bestens.

Das neue Team

Zu Speschas Kandidatur hat auch gleich ein ganzes Team gehört, welches vorgängig zusammen gestellt wurde. Für die Klubs einer der wichtigsten Posten, der Chef der technischen Kommission (TK), wird durch John Jordan von den Bern Grizzlies abgedeckt. Gleb Latsenia, ehemals La Cote Centurions und Geneva Seahawks wird Vizepräsident und Sekretär des Verbands. Mike Bello, ebenfalls ehemals La Cote Centurions, übernimmt die Finanzen, Patrik Gabriel von den Langenthal Invaders übernimmt von Spescha den Juniorenbereich. Für Events wird Christoph Hofer von den Bern Grizzlies verantwortlich sein. Sascha Gaveau, neuer Head Coach der Lions, wird zum General Manager der Nationalmannschaft. Das Ressort Marketing wird von Dominik Botti abgedeckt, er war früher für das Sponsoring einer Tabakfirma verantwortlich. Fabio Gervasi wird weiterhin den Bereich Flag Football verantworten, Dominik Baumgartner bleibt der Rechtskonsulent des Verbandes und nicht zu ersetzen ist Raymond Fouillet, der Schiedsrichter-Obmann.

Wichtige Neuerungen betreffen insbesondere den Nachwuchs

Nach den ersten guten Erfahrungen mit der Aufteilung in zwei Stärkeklassen nimmt man weitere Verfeinerungen vor. Die beiden Ligen werden zu Franchise-Ligen. Bedeutet, dass die Teams vor der Saison sich für eine der beiden Kategorien anmelden können und so auf Schwankungen in den Kadergrössen reagieren dürfen. Damit sollen Teams, die bereits im Herbst feststellen, dass die Kaderstärke für die kommende Saison nicht ausreichen wird um bspw. in der Elite-Klasse anzutreten, sich für die Challenge League melden. Wobei die Entscheide für die Ligazugehörigkeit sehr früh getroffen werden müssen, dies sicherlich auch um kurzfristige und opportunistische Anpassungen zu vermeiden.

Mit der bisherigen Regelung war es einer NLA-Organisation nicht möglich, das U19-Programm in der schwächeren Kategorie zu führen. Die Folge wäre ein automatischer Abstieg der 1. Mannschaft gewesen. Eine Regelung, die zu Fehlanreizen führen kann und nicht im Sinne der Entwicklung des betroffenen Vereins oder auch des Sports sein kann. Es wird für die Challenge League weitere Vereinfachungen hinsichtlich der Kadergrössen geben. Den genauen Wortlaut soll bitte dem bald zur Verfügung stehenden Protokoll entnommen werden. 

Ebenso verweisen wir auf die weiteren Anpassungen auf das offizielle Protokoll welches über die offiziellen Kanäle verteilt werden soll.

Das Interview mit Claudio findest du hier.